1919 – Die ersten Schritte

Die ersten Anfänge des Nettelstedter Laienspiels lassen sich bis in das Jahr 1919 zurückverfolgen. Im April dieses Jahres kam der damals 30-jährige Lehrer Karl Meyer-Spelbrink mit seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Nettelstedt. Eine entscheidende Stunde im Hinblick auf das spätere Freilichtspiel kam, als Karl Meyer-Spelbrink gebeten wurde, bei der Organisation eines Erntefestes mitzuhelfen, das dann auch im Herbst 1919 stattfand. Auf Surmeiers Deele wurden die Stücke „Andreas Hofer“ und das „Erntespiel Ruth“ aufgeführt. Dies muss als der allererste Anfang der Nettelstedter Laienspiele angesehen werden. Beim Erntefest im darauf folgenden Jahr wagte man sich schon an Szenen aus

1921 – Das erste Stück

Im Sommer des Jahres 1921 wurde das Stück „Glaube und Heimat“ gespielt. Dies war das erste Stück, das auf dem Hünenbrink gespielt wurde. Man spielte allerdings auf einer Bretterbühne ungefähr auf dem heutigen Platz vor der Aufgangstreppe. Die Zuschauer saßen auf dem schräg ansteigenden Gelände und sahen auf die Bühne hinunter. Die Nettelstedter Volksbühne, wie sie sich damals nannte, machte in diesem Sommer einen Reingewinn von 4.500 M. Im Winter des Jahres 1921 zog man mit dem im Sommer aufgeführten Stück durch verschiedene Dörfer unseres heutigen Kreises. Die Einnahmen kamen dem inzwischen begonnenen Bau des Kinderheimes zugute.

1922 – Vorbereitung auf das Jahr 1923

Im Jahr 1922 wurde das Stück noch an anderen Orten gespielt und man bereitete sich bereits auf das Spieljahr 1923 vor. Man plante, das Stück „Wilhelm Tell“ in diesem Jahr komplett auf die Bühne zu bringen. „Wilhelm Tell“ wurde in der freien Natur mit ca. 300 Mitwirkenden gespielt und war das erste reine Freilichtspiel. In den Hauptrollen sahen die Besucher damals Karl Meyer-Spelbrink als Wilhelm Tell und Wilhelm Korte als Geßler.

1923 – Die Gründung der Spielgemeinde

Die Freilichtspiele der Spielgemeinde Nettelstedt waren damit am Sonntag, 9. September 1923 um 16.15 Uhr (Beginn der Vorstellung) ins Leben gerufen.

1924 – Erste Aufführung

Diese erste Aufführung fand auf einem „ungestaffelten Grünhang vor der zufälligen Waldkontur des Spielhügels“ statt. Im Jahr 1924 übernahm der Lehrer Wilhelm Korte, der bereits 1919 nach Nettelstedt gekommen war, die Spielleitung. Er bereitete den Boden für größere Volksstücke vor.

1925 – Ausbau der Bühne

Im Jahr 1925 wurde unter Mitwirkung des Turnvereins „Wallensteins Lager“ aufgeführt. Im Jahr 1926 wurde in Eigenleistung der Spielgemeinschaft die Bühne ausgebaut, der Zuschauerraum auf 5.000 Plätze erweitert, der Hünenbrinkturm zur Hälfte erstellt und der Hünenbrinkweg befestigt.

1927 – Einweihung des Kinderheims

Mit dem Stück „Götz von Berlichingen“ wurde dann am 15. Mai 1927 das neu gebaute Kinderheim offiziell eingeweiht. In diesem Jahr kamen 75.000 Zuschauer auf den Hünenbrink. Nettelstedt wurde amtliche Laienspielberatungsstelle.

1928 – Erste Erfolge

Zum im Jahr 1928 nochmals aufgeführten „Wilhelm Tell“ kamen 113.000 Besucher; eine Besucherzahl, die nie wieder erreicht wurde. Der Erfolg der Aufführung brachte der Bühne den damaligen Titel Landesheimatspiele der Provinz Westfalen. Im Herbst fand eine Helgolandfahrt für die Mitwirkenden als Belohnung für den anstrengenden Sommer statt. Mit drei Bussen, vierzehn Last- und Lieferwagen startete man in eine unvergessene Reise, was insbesondere auf die Tatsache zurückzuführen war, dass die Überfahrt bei Windstärke neun stattfand.

1929 – Glockeneinweihung

Nach einer Einigung mit der Freilichtbühne Porta spielte man im Jahr 1929 nur viermal das Stück „Wittekind“. Die frei gewordene Zeit wurde genutzt, um den Turmbau zu vollenden. Am 4. August 1929 wurden die drei Glocken mit den Namen „Einigkeit“, „Recht“ und „Freiheit“ geweiht. Am 11. August 1929 fand anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Reichsverfassung eine amtliche Feier für den Kreis Minden Lübbecke auf dem Hünenbrink statt.

1930 – Das westfälische Oberammergau

Im Jahr 1930 wurde dann das Stück „Wittekind“ über den ganzen Spielsommer gespielt. Die Presse betitelte Nettelstedt damals als das „westfälische Oberammergau“. Der Student der Germanistik Hermann Schultze assistierte in diesem Jahr das erste Mal bei der Inszenierung

1931 – Hermann Griebel

Im Jahr 1931 stieß Hermann Griebel zur Nettelstedter Spielgemeinde. Nach der Rückkehr aus dem Krieg studierte Hermann Griebel als Werkstudent in München und arbeitete danach als Dramaturg und Bühnenbildner am Meininger Landestheater. Im Anschluss daran war er drei Jahre lang Leiter der Freilichtspiele in Bentheim. Für das im Jahr 1931 aufgeführte Stück „Reineke Fuchs“, zu dem 56.000 Zuschauer kamen, mussten fast hundertundfünfzig Tierkostüme gefertigt werden.

1932 – Der Aufruf

Hermann Griebel war es auch, der die Bearbeitung für das im Jahr 1932 aufgeführte Stück „Götz von Berlichingen“ machte. Am 14. Juli 1932 starb Hermann Griebel im Alter von zweiundvierzig Jahren. In diesem Jahr, etwa zur Mitte der Spielzeit, starteten Meyer-Spelbrink und Korte einen Aufruf, der wie folgt lautete: „Seit über zehn Jahren spielen wir. Es ist bekannt, dass unsere Spiele, die über die wechselnden Konzeptionen unserer unruhevollen Tage hinaus den ewigen Werten unseres deutschen Volkes dienen mochten, auf das innigste mit der sozialen Aufgabe verknüpft sind, den ärmsten und unschuldigsten Opfern unserer Notlage eine zerstörte Kindheit wieder aufzubauen, durch erziehliche und körperliche Pflege und durch nachgehende Fürsorge nach der Kur. Diese Aufgabe ist in diesem Jahr von erdrückender Schwere durch die Diskrepanz der steigenden Kindernot auf der einen und den sinkenden Mitteln auf der anderen Seite. Betteln mögen wir nicht – darum spielen wir für die Kinder, die keine Kindheit haben. Nun sind wir in Not. In Vertrauen auf Gott und die Hilfe guter Menschen, die uns in den vergangenen oft verzweifelt schweren Aufbaujahren immer wieder zur Seite gestanden haben,

1933 – Im Andenken an Hermann Griebel

Im Andenken an Hermann Griebel spielte man im Jahr 1933 das Stück „Herrgott von Bentheim“, das Griebel speziell für die Freilichtbühne Bentheim geschrieben hatte, und Kutzlebs „Thors Hammer“.

1934 – Die Hermannschlacht

Zu der im Jahr 1934 aufgeführten Uraufführung des Stückes „Die Hermannsschlacht“ in der Regie von Hans Bacmeister aus Berlin schrieben die Hamburger Nachrichten nach der Premiere: „Nettelstedt ist das Kraftzentrum einer deutschen Landschaft geworden, seine Ausstrahlung in ständigem Wachstum begriffen. Es wirkt bis nach Holland hinüber und durch ganz Niedersachsen bis

1935 – Inszenierung Hermann Schultze

Im Jahr 1935, in dem das Griebel-Stück „Beowulf“ zur Aufführung kam, übernahm Hermann Schultze die Inszenierungen auf dem Hünenbrink. Schultze war inzwischen Dramaturg und Dozent in Berlin. Im Winter 1935 wurde „Die Bauernhochzeit“ im Stadttheater Minden aufgeführt.

1936 – Die Schlacht bei Minden

1937 – Erlaubnis zur Dramatisierung

Im Jahr 1937 wurde das Löns-Stück „Werwolf“ aufgeführt. Nettelstedt hatte als einzige Bühne von der Witwe Hermann Löns die Erlaubnis zur Dramatisierung und Aufführung des Stückes erhalten. Der Dichter Martin Simon, der seit 1933 als Schriftsteller und seit 1937 als Lehrer in Nettelstedt arbeitete, übernahm die Aufgabe der Dramatisierung.

1938 – Verbot der NSDAP

1938 erhielt dieses Stück den westfälischen Heimatpflegepreis. Die Kreisleitung der NSDAP verbot in diesem Jahr dem Rektor Karl Meyer-Spelbrink die Spiele weiterhin zu eröffnen. 1938 wurde auf Wunsch vieler Lehrer das Stück „Wilhelm Tell“ erneut aufgeführt.

1939 – Westfälinger

Im Jahre 1939 wurde das Stück „Westfälinger“ von Martin Simon uraufgeführt. Für dieses Stück erhielt Simon 1940 den Karl-Wagenfeld-Preis.

1940 – Der zweite Weltkrieg

Der zweite Weltkrieg setzte den Spielen auf dem Hünenbrink in diesem Jahr ein jähes Ende. Das Kinderheim wurde von der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt übernommen. Kinderheim und Freilichtspiel waren damit voneinander getrennt.

1942 – Existenzkampf

Der zweite Weltkrieg hat nicht nur erheblichen materiellen Schaden auf dem Hünenbrink hinterlassen, sondern auch viele menschliche Lücken gerissen. Zu denen, die nicht zurückgekommen waren, zählte auch Martin Simon, der im Alter von 32 Jahren am 31. August 1942 gefallen war. Auch nach Beendigung des Krieges konnten die Freilichtspiele nicht sofort wieder aufgenommen werden. Auf allen Ebenen herrschte ein schwerer Existenzkampf.

1947 – Gründung Landhochschule

1947 gründete Dr. Hermann Schultze die Landhochschule für Bühnenkunst.

1949 – Neustart des Freilichtspiels

Erst im Jahr 1949 begann man wieder mit dem Freilichtspiel mit dem Stück „Götz von Berlichingen“. Dr. Hermann Schultze wurde auf Wunsch von Wilhelm Korte Spielleiter. Korte selbst übernahm die Funktion des Stellvertreters. Wilhelm Fabry löste Karl Meyer-Spelbrink als Geschäftsführer ab.

23. Januar 1950

Die Spielerratssitzung am 23. Januar 1950 hatte folgende Vorstandszusammensetzung ergeben: Rektor Karl Meyer-Spelbrink (Vorsitzender), Fritz Schwarze (stellv. Vorsitzender), Wilhelm Fabry (Geschäftsführer), Karl Grote (Kassierer), Wilhelm Korte (Spielleiter), Heinrich Grote (Leiter des Ordnungsdienstes), Fritz Grothus (Beisitzer) und Heinrich Kottkamp (Beisitzer). Der Vereinszweck wurde wie folgt beschrieben: Pflege des Heimat- und Freilichtspiels, dörflich heimatlicher Geselligkeit mit dem Ziel einer Gemeinschaft unter Ausschaltung parteipolitischer Interessen.

1950 – Wilhelm Tell

1950 – Wilhelm Tell

In diesem Jahr wurde das bereits bekannte Stück „Wilhelm Tell“ aufgeführt.

1951 – Wittekind

1951 – Wittekind

1951 – Eintragung ins Vereinsregister

Am 08. Juni 1951 wurde der Verein unter dem Namen Freilichtspiele Spielgemeinde Nettelstedt e. V. ins Vereinsregister eingetragen.

1953 – Das erste Abendtheater

Im Jahr 1953 wurde Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ auf die Bühne gebracht. Die Hauptrolle der Johanna wurde dabei eindrucksvoll von einer jungen Schauspielschülerin der Landhochschule für Schauspielkunst dargestellt. Dieses Jahr war auch der Start für das Abendtheater mit Shakespeares „Sommernachtstraum“. Das Abendtheater sollte von nun an fester Bestandteil des Spielplanes werden.

Saison 1954

Das Jahr 1954 brachte dann als Abendaufführung die Wiederholung des „Sommernachtstraum“ aus dem Vorjahr im Wechsel mit Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“. Als großes Nachmittagsspiel entschied man sich für Schillers „Die Räuber“.

1955 – Shakespeare und Schiller

Im Jahr 1955 verließ man sich wieder auf Shakespeare, indem man „Die lustigen Weiber von Windsor“ als Abendspiel auf den Spielplan setzte. Im Gedenken an den hundertundfünfzigsten Todestages Schillers stand nachmittags die Wiederholung des Volksstückes „Wilhelm Tell“ auf dem Programm. In diesem Jahr wurde die Regiebrücke für Ton und Licht als eine Ziegel–/Fachwerkkonstruktion mit Schilfdach errichtet.

Saison 1956

Aufführung der beiden Stücke „Florian Geyer“ sowie „Der Bauer als Millionär“.

1957 – Ein herber Verlust

In diesem Jahr standen Dr. Schultzes „Till Eulenspiegel“ und „Die Räuber“ auf dem Programm. Die Spielgemeinschaft musste einen herben Verlust erleiden: Wilhelm Korte verstarb am 15. März 1957 nach kurzer schwerer Krankheit. Dr. Hermann Schultze schrieb damals: „Seine Arbeit in so hohem Sinne weiterzuführen, ist der feste Wille des Nettelstedter Arbeitskreises.“

1958 – Beeindruckende Aufführung

1958 – Beeindruckende Aufführung

„Der Diener zweier Herren“ im Jahr 1958 war zweifelsohne nicht nur durch das Spiel des Hauptdarstellers Willi Arning eine beeindruckende Aufführung. Der Bühne wurden durch Brücken, Bogenornamente, Markisen und Lampen italienisches Flair gegeben.

1959 – Die Jungfrau von Orleans

1959 – Die Jungfrau von Orleans

Das Stück „Der Diener zweier Herren“ wurde als Abendaufführung weitergespielt und durch eine Neufassung vor „Die Jungfrau von Orleans“ mit Marianne Lübbert in der Titelrolle ergänzt.

Saison 1960

In Anknüpfung an den Goldoni-Erfolg des Vorjahres wählte man für 1960 „Die Heiratslustigen von Nestroy“. Diese „Posse mit Gesang“ ist auch unter dem Titel „Einen Jux will er sich machen“ bekannt.

1961 – Pfingstorgel

Im diesem Jahr wurde wieder ein größeres Volksstück, nämlich „Die Pfingstorgel“, ausgewählt.

1962 – Gründer Karl Meyer-Spelbrink

1962 – Gründer Karl Meyer-Spelbrink

In der Vorbereitungsphase zum Spielsommer 1962 verstarb am 3. Februar Karl Meyer-Spelbrink. Damit hatte die Spielgemeinde ihren Gründer und unermüdlichen Organisator, ihren langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden verloren. Es war wieder eine große Lücke entstanden. Der Verlust der beiden Vereinsmanager Korte und Meyer-Spelbrink war schmerzlich. Dennoch ging es weiter. Unter dem Vorsitz von Friedrich Schwarze, Uwe Hucke als stellvertretenden Vorsitzenden, Hans Zachariat als Geschäftsführer und Dr. Hermann Schultze als Spielleiter setzte man das Werk fort und inszenierte im Spielsommer 1962 das Stück „Der Hauptmann von Köpenick“. In der Hauptrolle des Schusters Voigt wird Ernst Schwarze unvergessen bleiben. Zwei große Baumaßnahmen wurden im Jahr 1962 durchgeführt: Der Zuschauerraum erhielt eine helle Plexiglasüberdachung und es entstand ein großer Parkplatz unterhalb der Bühne.

1963 – Besucherrückgang

Der „Hauptmann von Köpenick“ wurde im Jahr 1963, dem Jahr des 40-jährigen Bestehens der Freilichtbühne, noch einige Male gespielt. Dazu kam die Shakespeare-Komödie „Viel Lärm um nichts“. Die Einnahmen blieben in diesem Jahr bei einer Besucherzahl um 20.000 weit unter den Erwartungen. Der bereits Ende der fünfziger Jahre festzustellende Besucherrückgang setzte sich in den Folgejahren dramatisch fort.

1964 – Talentierte Laienspieler

Obwohl „Der Zauberer Gottes“ im Jahr 1964 als eines der herausragenden Ereignisse der Nettelstedter Laienspiele bezeichnet wird, gingen die Besucherzahlen weiter auf ca. 14.000 zurück. Eine Besucherin schrieb an die Tochter des Dichters Paul Fechter: „Der Mann (Willi Arning) war einfach Pogorzelski. In äußerer Erscheinung, Gebärde und Tonfall wirklich ausgezeichnet. Er verfügt sogar über die erforderliche Ausstrahlung und gewann ganz einfach

1965 – Im weißen Rößl

1965 – Im weißen Rößl

1965 entschied man sich mit der Inszenierung des Stückes „Im weißen Rössl“ wieder für leichte Unterhaltung. Die Rößl-Wirtin Martha Budde bewies in diesem Stück, dass sie auch die leichte Muse beherrschte. Rektor Hans Zachariat übernahm in diesem Jahr das Amt des Geschäftsführers von Wilhelm Fabry, der sechzehn Jahre lang dieses Amt bekleidet hatte.

1966 – Das Wirtshaus

1966 konnte nur „Das Wirtshaus im Spessart“ mit ungefähr 17.000 Besuchern noch einigermaßen erträgliche Zuschauerzahlen bringen.

1967 – Der fröhliche Weinberg

In diesem Jahr wurde das Stück „Der fröhliche Weinberg“ gespielt. Ab 1967 kam dann ein deutlicher Einbruch. Die Zuschauerzahlen gingen deutlich unter 10.000 pro Saison zurück. Dieser Trend hielt bis in die zweite Hälfte der 80-er Jahre an. Zuschauerzahlen um die 5.000 waren die Regel.

1968 – Jugendtheater

Aufführung des Stückes „Schneider Wibbel“. Im Winter des Jahres 1968 führte ein Ereignis zu einer Neuorientierung: Beim Jugendtreffen des Verbandes der Freilichtbühnen im Mindener Stadttheater schnitt die Nettelstedter Jugendgruppe mit dem Stück „Maria Magdalena“ recht gut ab und man entschied sich, in der Zukunft Jugendtheater zu machen. Für die Jugendarbeit setzte sich Wolfgang Hovemeyer bereits seit Jahren erfolgreich ein.

1971 – Aufgeben oder Weitermachen?

Die finanzielle Decke der Freilichtbühne war durch das mangelnde Publikumsinteresse sehr geschrumpft, so dass man im Jahr 1971 aus finanziellen Gründen, aber auch aus Gründen eines mangelnden Spielerpotentials, nur ein Stück zur Aufführung brachte. In dieser Zeit stand man vor einer scheinbar ausweglosen Situation. Aufgeben oder Weitermachen? Diese Frage wurde offen diskutiert. Man entschied sich fürs Weitermachen, jedoch musste ein Neuanfang gewagt werden.

1972 – Piroschka

Auch im Jahr 1972 wurde aus finanziellen und personellen Gründen wieder nur ein Stück gespielt: „Piroschka“. Diese Komödie, in der Renate Steinmeier und Heiner Gerdom die Hauptrollen spielten und die erstmals wieder ohne Spielpause über die Saison ging, führte die Spielgemeinde aus den roten Zahlen. Auf dem Hünenbrink wurde eine Vorbühne errichtet und durch Bepflanzungen wurde die Spielfläche verkleinert, damit man in Zukunft den Stücken mit kleinerer Besetzung besser Rechnung tragen konnte. In diesem Jahr führte das „Piroschka“-Ensemble das Stück anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Coeln-Mindener Eisenbahn im Mindener Stadttheater auf.

1972 – Generalversammlung

Bei der Generalversammlung am 11. Februar 1972 traten der 1. und 2. Vorsitzende des Vereins, Friedrich Schwarze und Reinhard Brinkmann, von ihren Ämtern zurück. Ein neuer Vorstand wurde gewählt. Helmut Öwermann Senior (1. Vorsitzender), Fritz Spilker (2. Vorsitzender), Dr. Hermann Schultze (1. Spielleiter) und Willi Arning (2. Spielleiter) nahmen die Geschicke des Vereins in die Hand und führten den Verein in den Folgejahren durch sehr stürmische Zeiten. Angesichts der sehr schwierigen finanziellen Situation des Vereins, erklärte sich auch Dr. Hermann Schultze bereit, dem Verein in Zukunft ohne Honorar zu dienen.

Saison 1973

Saison 1973

Im Jahr 1973 wurden die Stücke „Ehrenmänner … Defraudanten“ und das erste Mal ein Stück aus der Hotzenplotz-Trilogie, nämlich „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ mit Heiner Gerdom als Hotzenplotz und Astrid Öwermann und Uwe Spilker als Kasperl und Seppel gespielt.

1974 – Hotzenplotz III

Mit „Hotzenplotz III“ kam im Spielsommer 1974 ein weiteres Hotzenplotz-Stück zur Aufführung. Als Abendaufführung entschied man sich für die Boulevardkomödie „Junger Herr für Jenny“.

Saison 1975

Auch im Jahr 1975 entschied man sich mit dem Stück „Boeing, Boeing“ wieder für eine Boulevardkomödie mit Astrid Öwermann, Gerda Bollmann und Renate Steinmeier in den Hauptrollen der drei Stewardessen. Dieses Stück spielte ausschließlich auf der Vorbühne unter einem extra für diese Aufführung geliehenen Zeltdach. Neben diesem Stück wurde nochmals das Stück des Vorjahres „Junger Herr für Jenny“ wiederholt. Als Kinder- und Familienstück hatte man sich

1975 – Umbaumaßnahmen

Das Jahr 1975 war geprägt von umfangreichen Umbaumaßnahmen auf dem Hünenbrink. Die Bühne wurde landschaftsgärtnerisch umgestaltet und der alte Pferdestall wurde in ein modernes Spielerheim, zunächst noch mit Flachdach, umgebaut. Das alte Spielerheim, die „Hölle“ hatte sich als viel zu klein erwiesen. Im Herbst des Jahres 1975 fand erstmalig der Westfälische Abend in der Stadthalle in Lübbecke statt. Der Beitrag der Spielgemeinde dazu war

Saison 1976

Saison 1976

1976 wurde der unsterbliche Jugendkrimi „Kalle Blomquist“ von einem ganz jungen Spielerensemble auf die Bühne gebracht. In der Abendaufführung wurde „Das lebenslängliche Kind“ gespielt. Erstmals in diesem Jahr konnte Dr. Hermann Schultze, bedingt durch einen Unfall, nicht die Regie dieser beiden Stücke übernehmen. Zwei langjährig erfahrene Schauspieler sprangen in die Bresche: Willi Arning führte beim Abendstück Regie und Wolfgang Hovemeyer beim Kinderstück.

1976 – Herber Rückschlag

Im Jahr 1976 musste die Spielgemeinde einen herben Rückschlag erleiden, indem nämlich fast die gesamte Kulisse der Bühne Stürmen zum Opfer gefallen war und eine neue Kulisse gebaut werden musste. Im gleichen Jahr gaben der langjährige Schatzmeister des Vereins Karl Grote und der Geschäftsführer Hans Zachariat ihre Ämter ab. In diesem Jahr wurden auch der über lange Jahre erfolgreiche grüne Faltprospekt und das grüne Plakat entworfen.

Saison 1977

In der Abendspielzeit 1977 kam der Volksstückklassiker „Der Maulkorb“ zur Aufführung. In einer zweifelsohne guten Inszenierung spielte Helmut Grote die Hauptrolle des Staatsanwaltes. Sonntagnachmittags wurde Forsters Erfolgsstück „Robinson soll nicht sterben“ gespielt. Während der Samstagabendspielzeit wurden zwei Samstage für Heimatabende freigehalten. An einem dieser Heimatabende wurde Martin Simons Stück „Da däotschotene Hoahn“ aufgeführt. Von diesem Stück wird berichtet, dass dem eine wahre Nettelstedter Begebenheit zugrunde liegt.

1977 – Umbau der Bühnenkulisse

Auch im Jahr 1977 wurde wieder gebaut. Ein altes Fachwerkhaus, das ursprünglich hinter den Bühnenkulissen stand, wurde abgebaut und ungefähr zehn Meter weiter vorne wieder aufgebaut, so dass es nun bühnenzentral stand und als Kulisse genutzt werden konnte. Dieses Haus steht heute noch an gleicher Stelle, wenn auch nicht mehr als Fachwerkhaus.

1978 – 55. Freilichtbühnenjahr

Im 55. Freilichtbühnenjahr wurde 1978 „Kleider machen Leute“ gespielt. In diesem Stück wurde der Schneider Wenzel Strapinsky, gespielt von Wolfgang Hovemeyer, in einer Kutsche und einem Pony der Freiwilligen Feuerwehr Eilhausen über die Bühne gezogen. Ergänzt wurde die Saison durch das Kinderstück „Das Gespenst von Canterville“ in dem auch Wolfgang Hovemeyer die Hauptrolle spielte. Die Premiere des Gespenstes fiel wegen zu schwachen Besuches aus und musste eine Woche später wiederholt werden. Den Grund für den schwachen Besuch sah man im Fußballweltmeisterschaftsspiel Deutschland gegen Tunesien.

Saison 1979

1979 griff man wieder auf ein Stück zurück, das bereits auf dem Hünen-brink gespielt wurde: Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Nachmittags kam das Grimmsche Märchen „König Drosselbart“ zur Aufführung. Zusätzlich wurde das Stück des Vorjahres „Das Gespenst von Canterville“ aufgeführt. Es wurde auch wieder gebaut. Der Eingangsbereich wurde völlig neu gestaltet. Aus den drei alten Treppen zum Zuschauerraum wurde eine

1979 – Neugestaltung des Eingangsbereichs

1979 – Neugestaltung des Eingangsbereichs

Der Eingangsbereich wurde völlig neu gestaltet. Aus den drei alten Treppen zum Zuschauerraum wurde eine völlig neue Hauptaufgangstreppe. Ein Verkaufspavillon neben der Treppenanlage ersetzte die „Verkaufsbuden“ unterhalb des Spielerheimes und die Kasse wurde vom Parkplatz ebenfalls auf den gepflasterten Bühnenvorplatz verlegt. Mit dieser Baumaßnahme veränderte sich das Bild des Bühnenvorplatzes vollständig.

Saison 1980

Saison 1980

Der Spielsommer 1980 brachte mit dem Stück „Das weiße Rössl“ ebenfalls eine Wiederholung. Martha Budde als Rößl-Wirtin und Thomas Voßmerbäumer als Zahlkellner spielten die Hauptrollen. Nachmittags spielte man Erich Kästners „Emil und die Detektive“. In „Emil und die Detektive“ war echte Polizei mit verkehrserzieherischen Elementen im Einsatz. Dieses Experiment weckte die wissenschaftliche Neugier der Fachgruppe für Verkehrserziehung an der Gesamthochschule Essen, die sich ausführlich über den Verlauf der Aufführungen informierte. Im Winter des Jahres 1980 spielte ein Ensemble das Stück „Boeing, Boeing“ als Gastspiel in der Stadthalle Lübbecke und in Preußisch Oldendorf.

Saison 1981

1981 spielte man das Lustspiel „Das Wappentier von Eberswalde“, welches als Siegerstück aus einem Wettbewerb des Verbandes der Deutschen Freilichtbühnen hervorgegangen war. Für das echte Ebergrunzen, das in diesem Stück erforderlich war, hielten sich Helmut Öwermann sen., der auch die Hauptrolle des Bürgermeisters von Eberswalde spielte, und Jörg Röding eine Stunde im Schweinestall des Nettelstedter Hofes Schöphörster-Arning auf, um die gewünschten Laute auf Band zu bekommen. Höhepunkt dieses Stückes war der Einsatz der Nettelstedter Freiwilligen Feuerwehr, die mit dem eigens für diese Vorstellung umgebauten alten Nettelstedter Feuerwehrwagen, einem Opel Blitz, auf die Bühne fuhren und „das Schwein aus dem Gebüsch spritzten“. Für die Nachmittagsaufführung wählte man das Lindgren-Stück „Rasmus und der Landstreicher“. Eine Sondervorstellung fand anlässlich der Einweihung der Fußgängerzone in der Stadt Lage statt. In diesem Jahr wurde die dringend notwendige Renovierung des Jugendheimes durchgeführt.

Sommersaison 1982

Eines der herausragenden Stücke, die auf dem Hünenbrink gespielt wurden, kam im Jahr 1982 zur Aufführung: „Der Schinderhannes“ von Carl Zuckmayer. Dieses Stück hatte man lange aus personellen Gründen vor sich her geschoben. Unter der Regie von Willi Arning ging nach über fünfzig Proben Pfingsten die Premiere über die Bühne. Mit Helmut Öwermann junior als Schinderhannes und Gerda Bollmann als Julchen in den Hauptrollen knüpfte man wieder an die großen Volksstücke inzwischen weit vergangener Jahre an. Als eindrucksvollste Szene dieses Stückes blieb die Hinrichtung der Räuberbande am Schluss des Stückes in nachdenklicher Erinnerung. Das Familienstück „Der Prinz und der

Wintertheater 1982

Wintertheater 1982

Das Jahr 1982 war auch der Neustart in eine sehr erfolgreiche Winterarbeit. „Der doppelte Moritz“, gespielt in der Nettelstedter Schulturnhalle mit einem glänzenden Helmut Grote in der Hauptrolle, erwies sich als Renner für die Spielgemeinde.

Sommersaioson 1983

Im Jahr 1983, dem Jahr des 60-jährigen Bestehens der Freilichtbühne Nettelstedt, entschied man sich, wieder einmal das Gründungsstück „Wilhelm Tell“ aufzuführen. Mit großem Aufwand wurde unter der Regie von Wilhelm Arning dieser Klassiker auf die Bühne gebracht. Thomas Voßmerbäumer spielte den Wilhelm Tell und Helmut Öwermann senior den Geßler. Die

Wintersaison 1983

Im Winter kam im Januar des Jahres die Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lily“ zur Aufführung. Mit Martha Budde in der Hauptrolle der Putzfrau Lily wurde das Stück auch im Stadttheater Minden gespielt.

Saison 1984

Im Jahr 1984 kamen die Stücke „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ mit Dieter Kottkamp in der Rolle des Hotzenplotz und „Die Schlacht bei Minden“ mit Rainer Hagemeyer in der Rolle des Hinnerk Lohrmann zur Aufführung. Für „Die Schlacht bei Minden“ war eigens eine Kanone hergestellt worden, die von zwei Pferden über die Bühne gezogen wurde. Im Winter wurde der Komödienklassiker „Pension Schöller“ gespielt.

Saison 1985

„Kalle Blomquist“, „Piroschka“ und „Mensch sein muß der Mensch“ (Wintertheater) waren die Stücke des Jahres 1985. In diesem Jahr wurde auf dem Spielerheim ein Spitzdach errichtet, um für die Zukunft die Kostüm- und Schminkräume dort unterzubringen. Im Alter von fast 80 Jahren verstarb der langjährige Spielleiter Dr. Hermann Schultze. Die Premiere des Stückes „Piroschka“, zu der Minister Dr. Rolf Krumsiek die Eröffnungsansprache hielt, war völlig verregnet.

1985 – Jugendcamp

 Im Herbst des Jahres 1985 fand das Jugendcamp des Verbandes der Freilichtbühnen in Nettelstedt statt.

Saison 1986

1986 wurde „Michel aus Lönneberga“ als Freilichtbühnen-Uraufführung mit Axel Hucke und Sven Rosenthal in einer Doppelbesetzung des Michel und das Schultze Stück „Till Eulenspiegel“ mit Wolfgang Hovemeyer als Till gespielt. Willi Arning führte in diesem Jahr beim Till das letzte Mal Regie. Die Presse schrieb nach der Premiere des Michel: „Mit Uraufführung Mut bewiesen – Glänzender Auftakt in Nettelstedt“. Bei der Premiere des Michel erlitt Dorothea Voßmerbäumer beim Sprung von einer Mauer einen Bänderriss, so dass die Rolle neu einstudiert werden musste. Annemarie Kipp sprang ein und probte die Rolle innerhalb von einer Woche. Im Winter führte man statt einer Theateraufführung einen bunten Abend unter dem Motto „Für jeden etwas: Tanz, Spiel und Gesang“ durch.

Saison 1987

Im Jahr 1987 wurde „Tom Sawyers Abenteuer“ und durchaus als Experiment „Das kleine Teehaus“ gespielt. Nach der Premiere des Teehaus schrieb die Presse: Vom Laien- zum Amateurtheater. Regisseur Karlheinz Komm, der erstmals in Nettelstedt inszenierte, führte die Darsteller zu Höchstleistungen. Im Wintertheater brachte man „Die verrückte Kaserne“ in der Turnhalle an der Nettelstedter Schule und später dann auch in der Lübbecker Stadthalle zur Aufführung.

Saison 1988

1988 wurde „Stokkerlok und Millipilli“ Sonntagnachmittags mit mäßigem Erfolg wiederholt. In der Abendaufführung gab es den von Karlheinz Komm in Szene gesetzten „Florentinerhut“. Im Wintertheater wurde das Stück „Der Etappenhase“ gespielt.

Saison 1989

Im Sommer des Jahres 1989 wurde „Das Wirtshaus im Spessart“ und „Schneewittchen“ und als Winteraufführung „Mit Küchenbenutzung“ gespielt. „Das Wirtshaus im Spessart“ wurde von Jan Hütterott in Szene gesetzt. Hütterott musste zunächst auch die Rolle des Räuberhauptmannes übernehmen, nachdem der vorgesehene Darsteller Thomas Kracht, durch einen Unfall einige Zeit ausfiel. Ab dem

Saison 1990

Das Spieljahr 1990 brachte „Die Bremer Stadtmusikanten“, Regie Christoph Gareißen, und „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt“ wurde, Regie Matthias Komm, auf die Bühne. Als Neujahrsaufführung wurde „Liebling, ich bin da“ in der Regie von Jörg Röding gespielt. Die Jugendgruppe nahm am Kreis-Kulturpreis teil und führte das Stück „Dunkelrote Rosen“ auf.

1990 – Neue Überdachungsanlage

1990 – Neue Überdachungsanlage

In diesem Jahr wurde auch die inzwischen stark renovierungsbedürftige Überdachungsanlage abgerissen und durch eine neue, moderne Leimbinderkonstruktion ersetzt.

Saison – 1991

Das Erfolgsstück „Michel aus Lönneberga“ (Regie Wolfgang Hovemeyer) wurde im Jahr 1991 wiederholt und konnte an den Erfolg des Jahres 1986 anknüpfen. Als Abendaufführung wurde das eigens für die Freilichtbühne geschriebene Stück „Don Camillo und Peppone und die jungen Leute von heute“ in der Bearbeitung und Regie von Rolf Wilken gespielt. Nach der Abendpremiere schrieb die Presse: In ihrer angeborenen Spiellaune gebremst – Chance verschenkt – Don Camillo als Redestück in Nettelstedt. Unmittelbar nach der

Saison 1992

Im Jahr 1992 wurde das Stück „Das Dschungelbuch“ als Familienaufführung und „Die vergnügte Tankstelle“ als Abendaufführung gespielt. „Die vergnügte Tankstelle“ war bereits als Winteraufführung in der Nettelstedter Turnhalle zur Aufführung gekommen. „Das Dschungelbuch“, zu dem ein erheblicher Kostümaufwand betrieben werden musste, wurde testweise auch an sechs Samstagabenden gespielt. Die Erwartungen hieran konnten jedoch nicht erfüllt werden. Im Vorfeld zu der Dschungelbuch-Aufführung waren bereits 4.000 Karten im Vorverkauf verkauft worden, so dass das Jahr 1992 ein sehr erfolgreicher und sehr heißer Spielsommer wurde. Die Dschungelbuch-Regie führte der damals 34-jährige Andreas Müller.

1992 – Vereinsleben

In diesem Jahr wurde die Vorbühne mittels Holzpalisaden um 40 cm angehoben. Außerdem war eine neue Lautsprecheranlage angeschafft worden. Das Jahr 1992 brachte eine weitere einschneidende Änderung im Vereinsleben. Von der Generalversammlung wurde eine völlig neue Satzung verabschiedet mit der ab sofort eindeutig geregelte Vorstandsaufgaben mit Budgetverantwortung vergeben wurden. Außerdem sollte es nicht mehr „den“ ersten

Saison 1993

Das Spieljahr 1993 war mit fast 15.500 Besuchern überaus erfolgreich. In diesem Jahr wurde erstmals die neu angeschaffte und von allen Beteiligten sehr kritisch beäugte Sprachübertragungsanlage eingesetzt. Die Spielzeit begann mit dem Klassiker „Charleys Tante“ als Winterstück, der dann auch als Abendstück auf der Außenbühne zur Aufführung kam. Als Familienstück hatte man sich für Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ entschieden.

1993 – Die Spielgemeinde

Im Frühjahr des Jahres 1993 fand eine kleine Festveranstaltung im Spielerheim anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Vereins statt. Gleichzeitig wurde die neu errichtete Toilettenanlage am Bühnenvorplatz eingeweiht. Nach elf Jahren Vorstandsarbeit schied der Vorsitzende des Bereiches Organisation Dieter Kottkamp auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, Bernd Hagemeyer übernahm seine Funktion. Der Ausflug der Spielgemeinde fand am 18. September in den Freizeitpark Fort Fun im Sauerland statt.

1994 – Eine farbenforhe Aufführung durch viel Pyrotechnikeinsatz

1994 – Eine farbenforhe Aufführung durch viel Pyrotechnikeinsatz

Das Jahr 1994 brachte im Sommer „Die kleine Hexe“ mit Charlotte Hovemeyer, Maren Röthemeier und Stephanie Vogt als kleine Hexe und Ute Theobald als Oberhexe und das bereits im Winter gespielte Stück „Pension Schöller“ zur Aufführung. Insbesondere „Die kleine Hexe“ bleibt vielen Beteiligten insofern in Erinnerung, als geplant war, dieses Stück auch wieder von einem Profi inszenieren zu lassen. Die ersten Proben hatten jedoch gezeigt, dass eine Zusammenarbeit nicht möglich war und es zu einer kurzfristigen Trennung kam. Die Regie des Stückes wurde dann kurzfristig in einer Gemeinschaftsarbeit übernommen. Mit viel Pyrotechnikeinsatz ging dann eine farbenfrohe Aufführung über die Bühne. Testweise wurde das Stück „Pension Schöller“ auch an drei Abenden in der Woche angeboten, was jedoch zu keinem Erfolg führte. Der Spielsommer 1994 konnte an das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht ganz anknüpfen.

1994 – Abriss des baufällig gewordenen „Tell“-Haus

Im Herbst des Jahres wurde das baufällig gewordene „Tell“-Haus abgerissen und im nächsten Frühjahr durch einen modernen Neubau ersetzt, der fortan als Bühnenwerkstatt genutzt werden konnte. Im Keller der neuen Toilettenanlage wurde in Eigenleistung ein Technikraum zur Lagerung und Wartung der technischen Anlagen eingerichtet.

Saison 1995

In diesem Jahr wurde das Busch-Stück „Max und Moritz“ in der Regie von Andreas Müller aufgeführt. Samstagabends wurde die Goldoni-Komödie „Der Diener zweier Herren“ in der Regie von Karlheinz Komm gespielt. Mit über 16.000 Besuchern wurde das Top-Ergebnis des Jahres 1993 übertroffen. Insbesondere hat der Erfolg des Abendstückes „Der Diener zweier Herren“ um den Hauptdarsteller Volker Kracht (im Wechsel mit Thomas Kracht) als Truffaldino mit einem Zuschauerschnitt von 280 mehr als überrascht. Karlheinz Komm hatte dieses Stück als Theater-im-Theater-Stück inszeniert. Das Sportcamp des Verbandes der Freilichtbühnen fand in Nettelstedt statt. Als Winterstück wurde die Boulevardkömodie „Die Balkonszene“ in der Nettelstedter Turnhalle aufgeführt. Im Herbst des Jahres nahm eine sehr junge Spielergarde am Wettbewerb zum Kreiskulturpreis mit dem Sketch „Würmer, nichts als Würmer“ teil und kam auch prompt

1995 – Weitere Neuerungen

Eine weitere Neuerung wurde 1995 für die Besucher eingeführt. Vor dem Hintergrund von über 8.000 Voranmeldungen im Jahr 1994 wurde ein elektronisches Platzreservierungssystem angeschafft. Neben der Nummerierung der Bänke im Zuschauerraum mussten auch feste Geschäftsstellenzeiten eingerichtet werden. Des weiteren wurde der hintere Bühnenbereich um das Haupttor völlig neu gestaltet.

Saison 1996

„Aladin und die Wunderlampe“ in der Regie von Karlheinz Komm, der in einigen Vorstellungen auch den bösen Zauberer spielte, mit den Hauptdarstellern Marcus Kracht und Thomas Westerhold und „Die Deutschen Kleinstädter“ in der Regie des damals 37-jährigen Augsburgers Peter Cahn waren die Sommerstücke des Jahres 1996. Obwohl beide Stücke recht gut mit einem nicht unerheblichen Kostüm- und Perückenaufwand auf die Bühne gebracht worden waren, was auch die Kritik bestätigte, blieb die Besucherzahl deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Stück „Die Deutschen Kleinstädter“ wurde sogar jedesmal

01. Oktober 1997 – Gründung Service GmbH

Zum 1. Oktober 1997 wurde die Freilichtbühne Spielgemeinde Nettelstedt Service GmbH gegründet. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb wurde fortan von dieser Firma übernommen.

Saison 1997

Saison 1997

Im Jahr 1997 gab es dann die Freilichtbühnenuraufführung des Stückes „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar in der Regie von Dr. Michael Mandel. Dieses Stück erwies sich als echter Publikumsrenner und brachte ca. 15.000 Zuschauer. Ebenso erfreulich war aber auch das Zuschauerergebnis des Abendstückes „Zehn kleine Negerlein“ von Agatha Christie. Insbesondere der Krimi wurde als äußerst gelungenes Experiment gefeiert. Mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von 563 pro Aufführung lag die Spielgemeinde auf Rang acht aller Verbands-Freilichtbühnen der Region Nord. Mit dem Winterstück „Love Jogging“, das erstmals an zwei Tagen hintereinander gespielt wurde, konnte wieder ein recht ordentlicher Saisonstart hingelegt werden. Im Jahr 1997 wurde weiter investiert: Das alte Fachwerkhaus auf der Bühne bekam ein neues Gesicht und wurde vollständig renoviert.

Saison 1998

Saison 1998

Das Jahr 1998 begann wieder mit einem Novum. Das bereits traditionelle Wintertheater fand erstmals nicht mehr in der Turnhalle an der Nettelstedter Schule statt, sondern mit maximal neunzig Besuchern als sogenanntes Zimmertheater im Spielerheim der Freilichtbühne. Eine ganz kleine Besetzung spielte die Boulevardkomödie „Halbe Wahrheiten“ an zwei Wochenenden in sechs Vorstellungen mit großem Erfolg. Im Sommer standen die Stücke „Der Zauberer von Oz“ (Regie Helga Wahrlich) und die Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ (Regie Dr. Michael Mandel) auf dem Programm. Ein relativ verregneter Sommer führte dazu, dass insgesamt in diesem Spielsommer „nur“ etwas über 10.000 Besucher kamen.

Wintersaison 1999

Das Spieljahr 1999 begann wieder mit der Winteraufführung im Spielerheim. Nach den guten Zimmertheatererfahrungen im Vorjahr wurde im Spielerheim mit Hilfe von Styroporblöcken ein ansteigender Zuschauerraum gebaut. Nunmehr hatten 84 Besucher Platz. Gespielt wurde die Komödie „Genug ist nicht genug“. Die sechs angebotenen Vorstellungen waren fast alle ausverkauft.

Sommersaison 1999

Sommersaison 1999

Ein guter Sommer führte zu einem sehr guten Zuschauerergebnis. Es wurde von Edgar Wallace „Der Hexer“ und von Astrid Lindgren „Michel aus Lönneberga“ gespielt. Bereits Anfang Juli konnte der 10.000ste Besucher begrüßt werden. Bernd Hagemeier trat die Nachfolge von Jörg Röding als Vorsitzender des Vorstandbereichs Geschäftsführung der Freilichtbühne Nettelstedt an.

Saison 2000

Saison 2000

Die Saison 2000 begann für die Freilichtbühne sehr erfolgreich mit dem Winterstück „Messediener“ das erneut an zwei Wochenenden im Spielerheim aufgeführt wurde. Im Sommer wurde mit dem „Dschungelbuch“ ein Kinderklassiker wiederholt und erneut mit gutem Erfolg aufgeführt, das Abendstück „Cocktail für eine Leiche“ konnte an diesen Erfolg nicht anknüpfen, dennoch verlief die Saison insgesamt zufriedenstellend.

Saison 2001

Saison 2001

Im Jahr 2001 wurde mit dem Winterstück „Junger Herr für Jenny“ eine Komödie wiederholt, die bereits im Jahr 1974 erfolgreich gespielt wurde. Als Kinderstück sorgte der zweite Teil vom „Sams“ für gute Zuschauerzahlen, hier führte erstmals Hinnerk Walbohm Regie. Als Abendstück wurde mit „Prairie-Saloon“ ein Experiment gewagt, da damit erstmals ein Musical und dann auch noch als Western auf dem Programm stand.

Winterstück 2002

Winterstück 2002

Das Spieljahr 2002 wurde mit dem Winterstück „Zum Teufel mit dem Sex“ eröffnet, das bereits 1991 als Winterstück für großen Erfolg gesorgt hatte.

Familienstück 2002

Familienstück 2002

Abendstück 2002

Abendstück 2002

Als Abendstück wagt man sich auch unter der Regie von Hinnerk Walbohm an den Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ mit Thomas Kracht in der Hauptrolle. Dieses Stück wird zum erfolgreichsten Abendstück seit Jahrzehnten, obwohl das Wetter nicht immer mitspielt. An einem besonders schönen Samstagabend sind dann tatsächlich bereits um 18.30 Uhr sämtliche Karten ausverkauft!

Winterstück 2003

Als Winterstück startet man 2003 mit der Komödie „Und ewig rauschen die Gelder“. Aufgrund der großen Nachfrage werden dieses Mal acht statt nur sechs Aufführungen geboten.

Familienstück 2003

Familienstück 2003

Das Familienstück „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren ist ebenfalls sehr erfolgreich.

Abendstück 2003

Abendstück 2003

Alle Erwartungen übertrifft aber das Abendstück. Hier hat man sich mit „Anatevka“ an einen durchaus schwierigen Stoff gewagt und darüber hinaus handelt es sich um ein Musical, was an alle besondere Anforderungen stellt. Unter der Regie von Hinnerk Walbohm gelingt aber dieses Experiment, und „Anatevka“ wird auch dank eines tollen Sommers ein Riesenerfolg.

Saison 2004

Saison 2004

Im diesem Jahr wurde im Winter wieder eine Boulevardkomödie „Falscher Tag, falsche Tür“ aufgeführt. Für den Sommer entschied man sich als Familienstück für „Peter Pan“. Die Besetzung der Hauptrolle machte einige Probleme, zunächst keiner der jungen, männlichen Darstellern im passenden Alter diese Rolle übernehmen wollte, da sie sich wiegerten eine Strumpfhose zu tragen. In Erinnerung geblieben ist hier vor allem das tonnenschwere Schiff, das die Priaten Woche für Woche über die Bühne schieben mussten. Als Abendstück wagte man sich mit „Einer flog übers Kuckucksnest“ an ein recht anspruchsvolles Stück. In der Hauptrolle war hier Jörg Röding zu sehen. Regie führte bei beiden Stücken erneut Hinnerk Walbohm.

2004 – Förderungsantrag

Im Winter entschied sich der Vorstand einen umfangreichen Förderungsantrag an die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für die Neugestaltung der Bühnenanlage zu stellen. Die Regiebrücke benötigte dringend eine Erneuerung sowie die Vorbühne eine Sanierung und, ein langer gehegter Traum des Vereins, eine Zuschauertribüne. Zur grenzlosen Begeisterung aller wurde der Antrag in vollem Umfang genehmigt. Eine der größten Baumaßnahmen der Vereinsgeschichte konnte damit im folgenden Frühjahr beginnen.

Winterstück 2005

Winterstück 2005

Als Winterstück wird Agatha Christie’s „Mord im Pfarrhaus“ 2005 gespielt, womit erstmals ein Krimi im Winter aufgeführt wird. Hier zu sehen ein Szenenausschnitt mit Jana Hagemeier, Stefan Röding, Melanie Fründ und Susanne Öwermann.

Sommersaion 2005

Sommersaion 2005

Pünktlich zum Saisonbeginn 2005 wird die große Baumaßnahme abgeschlossen, die Vorbühne wurde komplett neu gestaltet, eine neue, größere Regiebrücke gebaut, der Zuschauerraum mit Stufen versehen und vollständig neu bestuhlt, sowie nun auch im Mittelteil überdacht. Auf der neuen Bühne gehen dann die Stücke „Räuber Hotzenplotz“ und „My Fair Lady“ trotz

Winterstück 2006

Winterstück 2006

Ein erfolgreicher Saisonstart 2006 bescherrte das Winterstück „Herz und Beinbruch“.

2006 – Erkrankung des Regisseur Hinnerk

2006 – Erkrankung des Regisseur Hinnerk

Der langjährige und auch für diese Saison verpflichtete Regisseur Hinnerk Walbohm ist schwer erkrankt und kann die Inszenierungen von „Pippi Langstrumpf“ und „Die Drei Musketiere“ nicht vornehmen, für das Abendstück fehlt dabei auch noch die Bearbeitung des Stückes. Kurzfristig kann Jürgen Morche für die Inszenierung beider Stücke gewonnen werden. Die Sondervorstellungen für „Pippi“ sind innerhalb kürzester Zeit vollständig ausverkauft.

Winterstück 2007

Winterstück 2007

Begonnen wurde die Saison mit dem erneut sehr erfolgreichen Winterstück „Job-Suey oder Kein Dinner für Sünder“. Es werden erstmals neun statt acht Vorstellungen angeboten und die Aufführungen sind wiederum nahezu ausverkauft. Hier zu sehen ein Szenenauschnitt mit Kerstin Kottkamp, Volker Kracht und Hans Arning.

Familienstück 2007

Familienstück 2007

Im Jahr 2007 kann zur Freude aller wieder mit Hinnerk Walbohm gearbeitet werden, dem es inzwischen wieder deutlich besser geht. Er inszeniert die Stücke „Die kleine Hexe“ und als Abendstück „Pension Schöller“. Hier zu sehen ein Szeneausschnitt „Die kleine Hexe“.

Abendstück 2007

Abendstück 2007

Als Abendstück wurde „Pension Schöller“ gespielt. Hier zu sehen ein Szenenausschnitt mit Arne-Philipp Arning und Hans Arning.

Winterstück 2008

Winterstück 2008

Im Dorfjubiläumsjahr 2008 (975 Jahre Nettelstedt) begann die Freilichtbühnensaison im Wintertheater mit der Boulevardkomödie „Funny Money“ (Regie: Thomas Kracht).

Familienstück 2008

Familienstück 2008

Als Familienstück gab es „Emil und die Detektive“ das besonders wegen der beeindruckenden Menge an Kinderdarstellern und der wunderschönen Kulissen und Requisiten (z. B. die tragbare Straßenbahn) vielen in Erinnerung geblieben ist. Den Emil spielten Simon Kracht und Jan-Hendrik Telgheder.

Abendstück 2008

Abendstück 2008

Als Abendstück wurde „Das weiße Rössl“ (Regie Hinnerk Walbohm) gespielt. In den Hauptrollen hier Kerstin Kottkamp als Rössl-Wirtin und Martin Jäger-Degenhard als Kellner. Die letzte Vorstellung des Abendstückes wird keiner der Spieler so schnell vergessen. Es hatte seit 14.00 Uhr mittags in Strömen geregnet.Da sich trotzdem eine große Zahl Zuschauer eingefunden hatte, bissen alle die Zähne zusammen und spielten das Stück mit viel Einsatzfreude im weiterhin strömenden Regen und erhielten dafür anschließend tosenden Applaus vom Publikum. Hier zu sehen ein Probenbild mit

Das Dorfjubiläum Nettelstedt

Das Dorfjubiläum Nettelstedt

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten gab es außerdem eine plattdeutschen Abend, bei dem, neben Beiträgen anderer Vereine, eine Kindergruppe der Freilicht- bühne mit plattdeutschen Liedern auftrat und das Stück „Die dätschotene Haohn“ gespielt wurde. Für den Festzumzug wurde außerdem ein sehr schöner Festwagen mit Motiven aus den verschiedenen Stücken gestaltet.

Winterstück 2009

Winterstück 2009

Das Jahr 2009 startete mit einem Paukenschlag. Das Wintertheater „Sixpack“ mit einem sensationellen Strip der Darsteller startet so erfolgreich, das zusätzliche Vorstellungen angeboten werden mussten.

Familienstück 2009

Familienstück 2009

Im Sommer wurde dann mit „Biene Maja“ erstmalig ein Kinderstück als Musical inszeniert. Besonders schön war hier auch das Bühnenbild, entworfen von Familie Degenhard. In der Hauptolle waren llka Kottkamp und Raja Moritz als Biene Maja und Max Moritz, sowie Jonas Storck als Willi zu sehen.

Abendstück 2009

Abendstück 2009

Abends gab es eine Neuauflage des bereits 1998 aufgeführten Stückes „Arsen und Spitzenhäubchen“, dieses Mal in eigener Regie (Thomas Kracht). Hier zu sehen ein Szenenausschnitt mit Thomas Kracht und Jürgen Kracht.

Winterstück 2010

Winterstück 2010

Im Winter 2010 startete man mit „ Außer Kontrolle“, einer Komödie unter der Regie von Jörg Röding sehr erfolgreich in die Saison. Hier zu sehen ein Szenenausschnitt mit Wolfgang Hovemeyer, Martin Jäger-Degenhard, Thomas Kracht und Stefan Röding.

Familienstück 2010

Familienstück 2010

Im Sommer folgte dann die Inszenierung von „Wickie“ unter der Regie von Hinnerk Walbohm mit Max Moritz und David Grothe in den Hauptrollen.

Abendstück 2010

Abendstück 2010

Abends wurde mit sehr großem Erfolg das Stück „Dracula – das Grusical“ unter der Regie von Claus Martin aufgeführt, aus dessen Feder auch Text und Musik für dieses Musical stammen. Die Proben hierfür waren für alle eine große Herausforderunq, da erstmals auch recht aufwändige Tanzszenen geprobt wurden. In der letzten Probenwoche standen alle am Rande der Erschöpfung, da die Proben jeden Abend bis nach Mitternacht andauerten. Das tolle Ergebnis und der enorme Spaß bei den Proben entschädigte jedoch alle Beteiligten.

2011 – Neue Übertragungstechniken

Das Jahr 2011 wird aber vereinsintern vielen nicht nur aufgrund der Stücke, sondern auch wegen kurzfristiger Investitionen in neue Übertragungstechniken in Erinnerung bleiben. Die Einführung des neuen LTE-Standards für Mobiltelefone bedeutete das zwischen Ende Januar und dem Beginn der Spielzeit ungeplant mehr als 20.000 € in neue Funkmikrofone investiert werden musste. Eine Aufgabe, die der Verein nur dank der Unterstützung von Wirtschaftssponsoren aus der Region leisten konnten, da die

Familienstück 2011

Familienstück 2011

Eröffnet wurde das Spieljahr mit dem Winterstück „Lügen haben junge Beine“. Erneut konnte Claus Martin für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Dieses Mal stammte das Familienstück „Pinocchio“ aus seiner Feder und wurde auch von ihm, erneut mit viel Musik inszeniert. Hauptdarsteller waren Maren Kracht und David Grothe. Hier zu sehen ein

Abendstück 2011

Abendstück 2011

Als Abendsstück wurde „Die Feuerzangenbowle“ wiederholt (bereits im Jahr 2002 sehr erfolgreich gelaufen), dieses Mal unter der Regie von Jürgen Morche.

Winterstück 2012

Winterstück 2012

Als Wintertheater wurde „Wenn Malmström kommt“ unter der Regie von Ramona Schütte gespielt.

Sommersaison 2012

Die Freiluft-Saison begann am Pfingstsonntag mit „Der kleine Vampir“ das allen Mitwirkenden vor allem durch die tollen Kostüme und die rockige Musik in Erinnerung geblieben ist. Regisseur war auch hier wieder Claus Martin. Abends wurde „Die Schatzinsel“ unter der Regie von Anke Lux gespielt.

Winterstück 2013

Das Jubiläumsjahr startete mit dem Wintertheater „Komödie im Dunkeln“ unter der Regie von Thomas Kracht und Maren Wulff. Das turbulente Stück verlangte den Spielern Besonderes ab, da es über fast die gesamte Spieldauer in völliger Dunkelheit spielte. Natürlich war die Bühne dabei beleuchtet, die Darstellern mussten sich, soweit man sich nicht fühlen konnte, in optischer Hinsicht ignorieren. Dieses gelang an den drei Aufführungswochenende jeweils hervorragen, sodass Publikum und Ensemble viel Freude an den Aufführungen hatten.

2013 – Das erste Jugendstück

Im Anschluss an das Wintertheater kam es zu einer Premiere der besonderen Art. Die sich kurz zuvor gegründete Nachwuchsgruppe der NeFreTes führte unter der Regie von Maike Zelle das Jugendstück „Das Kartenhaus“ auf. In drei Vorstellungen im Innentheater zeigten Sie dann, dass nicht nur das Wintertheater sein Publikum mitreißen und begeistern kann, sondern dass auch der Nachwuchs dieses schon meisterlich beherrscht.

Familienstück 2013

Familienstück 2013

Im Sommer kehrte dann an den Sonntagen das Sams auf unsere Bühne zurück und unterhielt in eine „Woche voller Samstage“, unter der Regie von Kurt Achim Köweker, das große und kleine Publikum aufs Beste.

2013 – Das 90-jährige Vereinsjubiläum

Im Juli des Jahres gab es dann einen Festakt zum 90-jährigen Vereins-Jubiläum. Eine Reihe hochrangiger Gäste aus der lokalen und regionalen Politik, viele Freunde und Wegbegleiter, Freunde aus dem Verband deutscher Freilichtbühnen und den örtlichen Vereinen entsandten nicht nur Redner zum nachmittäglichen offiziellen Teil, sondern feierten auch nach der Vorstellung der teuflischen Göttinnen im eigens aufgebauten Zelt auf dem Vorplatz mit uns zur Musik der Travellers.

Abendstück 2013

Abendstück 2013

Abends inszeniert erneut Claus Martin ein Musical aus seiner eigenen Feder und „Die teuflischen Göttinnen“ sorgten auf der Bühne unter der Leitung des Göttervaters für viel Trubel, Verwirrung und einige Knalleffekte. Wie bereits bei „Dracula“ waren die Probenzeit aufgrund der Tanz- und Gesangsnummern sehr intensiv und fordernd, aber das Ergebnis und die sehr positive Zuschauerresonanz entschädigte dafür vollkommen.

Winterstück 2014

Winterstück 2014

Die Saison 2014 startete mit dem Wintertheater „Ein Schlüssel für zwei“. Hier zu sehen ein Szenenausschnitt mit Carolin Lange, Ramona Schütte und Monika Möhlmann.

Jugendtheater 2014

Jugendtheater 2014

Unter Eigenregie von Ilka Kottkamp zauberte die NeFreTes ein beeindruckendes Jugendstück auf die Bühne. Das Musical „Löwenherz – Leona und das magische Amulett“ nahmen in drei ausverkauften Vorstellungen das Publikum mit auf eine Zeitreise aus dem Mittelalter in die Neuzeit und wieder zurück. Das Publikum fand die Aufführungen „Affengeil“ und der kollektive spitze Begeisterungsschrei des überwiegend weiblichen Ensembles nach dem letzten Vorhang, der der unvermeidlichen „Zugabe“ in Form des Titelliedes folgte, wird vielen als Ausdruck der überwältigen Spielfreude unseres Nachwuchs in Erinnerung bleiben.

Sommersaison 2014

Sommersaison 2014

Der Sommer stand dann ganz im Zeichen des Regisseurs Claus Martin, der nicht nur im Familienstück sein Musical „Nils Holgersson“ auf die Bühne brachte, sondern bei der Inszenierung von Agatha Christie´s „Und dann gab´s keines mehr“ zeigt, dass er nicht nur das Musik-Theater, sondern auch spannende Krimis mitreißende auf die Bühne bringen kann. Und so sorgten an einigen Abenden nicht nur die kühle Abendluft ,

2014 – Jugendtheater auf der Außenbühne

2014 – Jugendtheater auf der Außenbühne

Zur Abwechslung zeigten dann an einem Freitag die NeFreTes, dass sie nicht nur auf der kleinen Innenbühne, sondern auch auf der großen Außenbühne ihr „Löwenherz“ zeigen können. Und dank der neu angeschafften Pyro-Mörser wurden auch die Zeitensprünge etwas größere Knalleffekte als noch im Februar im Innentheater.

Wintersaison 2015

Das Spieljahr 2015 startete mit der Boulevard-Komödie „Doppelt leben hält besser“. Das mittlerweile etablierte Jugendtheater griff unter Regie von Melle Fründ auf ein modernisierte Märchenversion zurück und versuchte den „Schneewittchenfluch“ zu brechen. Nicht nur das gelang den Spielern, sondern das Ensemble zauberte zudem gegen alle Widrigkeiten (z.B. den Ausfall der Hauptdarstellerin zur Premiere) an drei Tagen jeweils eine märchenhafte Märchenpersiflage auf die Bühne, welche das Publikum ein ums andere mal zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Familienstück 2015

Familienstück 2015

In diesem Sommer inszenierte Claus Martin „Michel in der Suppenschüssel“. Mit diesem Stück brachte man die Rückkehr eines alten Bekannten auf der Bühne. Michel, der auch in den früheren Spielzeiten seine Zeitlosigkeiten bewiesen hatte, begeisterte wieder sein Publikum.

Abendstück 2015

Abendstück 2015

Im diesem Jahr wurde die abenteuerlich-romantischen Komödie „In 80 Tagen um die Welt“ als die Premiere einer neuen Theaterversion des Klassikers auf die Bühne gebracht. Auch dieses Stück wurde unter der Leitung von Claus Martin inszeniert, der sich als Autor des Abendstück auch als ein Meister dieses Genres bewiesen hatte.

Wintersaison 2016

Wintersaison 2016

Im Jahr 2016 startete die Saison mir einer Ray Cooney Boulevard-Komödie „Und das am Hochzeitsmorgen….“ unter Regie von Ramona Schütte. Hier zu sehen ein Szenausschnitt mit Matthias Kracht und Katja Härtel. Das von unserer Jugengruppe gewählte Jugendtheaterstück „MachtSpiel“ (von Marion Bryx) unter der Regie Fiona Metje bot dann aber einmal eine andere Facette des Theaterspiels. Nachdem in den vorangegangen Jahren auch im Jugendtheater Spaß und leicht Unterhaltung im Vordergrund gestanden hatten, hatte sich unsere Jugendgruppe für dieses Jahr ein deutlich ernsteres Stück ausgesucht. Mobbing, Gruppenzwang und Machtspiele in einer Jugendgang führten am Ende zu einer tragischen Verkettung von Ereignissen, welche durch eine intensive Inszenierung mit punktiertem Medieneinsatz einige der emotionalsten Eindrücke der letzten Jahre beim Publikum zurückließen.

Sommersaison 2016

Sommersaison 2016

Im Familienstück ging es dann aber mit „Die kleine Hexe“ von Otfried Preussler unter der Regie von Claus Martin wieder in gewohnt lockerer Art in den Sommer. Der Klassiker, welcher bereits zum 3. Mal auf unserer Bühne zur Aufführung kam, fand auch in diesem Jahr wieder ein begeistertes Publikum. Diese gute Stimmung setzte sich dann im Abendstück „Der Häxxler“ – wieder einmal aus der Feder und unter der Regie von Claus Martin – in ähnlicher Form fort. Die Krimi-Komödie, welche erstmals von einem medial deutlich erweiterten Werbeumfang inkl. einem Kino-Trailer begleitet wurde, sorgte für eine schwungvolle Saison mit viel Spaß und amüsierten Grusel-Momenten.

2016 – Umgestaltung des Vorstands

Bei der Jahresversammlung gab es dann einige Veränderungen in der Vereinsführung. Organisatorisch wurde der Vorstand umgestaltet und auf 6 geschäftsführende Vorstände begrenzt, wobei der Staffelstab des ersten Vorsitzenden von Thomas Kracht an Volker Kracht übergeben wurde. Zukünftig wird der Verein zwar somit rechtlich von einer kleineren Gruppe vertreten; sollte aufgabentechnisch aber mit der Installation des erweiterten Vorstandes, der fortan mehr als 10 Posten haben kann, bestens auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sein.

Wintersaison 2017

Wintersaison 2017

Zwar begann das Jahr mit der Ray Cooney-Komödie „Wie wär´s denn, Mrs Markham“ nur wie üblich gewohnt turbulent, aber das sollte erst der Anfang gewesen sein. Hier zu sehen ein Szenenausschnitt mit Monika Bachmann, Katja Härtel, Siegfried Bollhorst und Volker Kracht. Unser Nachwuchs ließ sich in diesem Jahr nämlich nicht mehr auf nur ein Stück begrenzen, sondern drängte dermaßen vehement voran, dass gleich zwei Stücke

Sommersaison 2017

Sommersaison 2017

Im Sommer ging es dann mit zwei neuen Regisseuren in die Saisonvorbereitung, was nach der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mir Claus Martin, einige Veränderungen und neue Herausforderungen mit sich brachte. Aber sowohl Poyraz Turkay – mit seiner Inszenierung von „Der Räuber Hotzenplotz“ (von Otfried Preussler) – als auch Hermann Höcker – mit der 70er-Jahr-Revue „Schlager lügen nicht“ (von Thomas Schiffmann) – zeigten sich den Erwartungen mehr als gewachsen. Und aufgrund des überwältigen Erfolges insbesondere des Abendstücks konnten wir im Spielsommer 2017 den besten Zuschauerschnitt der letzten Jahrzehnte verzeichnen. Seinen Abschluss fand das Jahr dann in der Durchführung der Verbandstagung des VDF in Lübbecke, welche in Kooperation der drei Mühlenkreisbühnen Kahle Wart, Porta und Nettelstedt ausgerichtet worden war und zeigte, das die Freilichtbühnen im Mühlenkreis weiterhin einen lebendigen und prägenden Teil des kulturellen Lebens der Region darstellen.

Wintersaison 2018

Wintersaison 2018

In diesem Jahr wurde als Wintertheater das Stück „Jetzt nicht Liebling“ unter der Regie von Thomas Kracht gespielt. Die Jugendgruppe stellte das Stück „Die Stunkies“ und das Stück „Kontrollverlust“ auf die Bühne.

Sommersaison 2018

Im Sommer wurde als Familienstück „Emil und die Detektive“ gespielt. Als Abendstück wurde das Schlagermusical „Toast Hawaii“ aufgeführt. Mit diesem Stück wollte man an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen und dies geling auch. Zuschauer verkleideten sich in 50ziger/ 60ziger Jahre-Outfits,sangen und feierten, wie auch im Jahr zuvor, ordentlich mit. An einem Wochenende wurde aufgrund des großen Erfolges im letzten Jahr, zwei Aufführungen des Stückes „Schlager lügen nicht“ vor ausverkauften Publikum nochmal vorgeführt.