Chronik


Zwei große Baumaßnahmen wurden im Jahr 1962 durchgeführt: Der Zuschauerraum erhielt eine helle Plexiglasüberdachung und es entstand ein großer Parkplatz unterhalb der Bühne.

Der „Hauptmann von Köpenick“ wurde im Jahr 1963, dem Jahr des 40-jährigen Bestehens der Freilichtbühne, noch einige Male gespielt. Dazu kam die Shakespeare-Komödie “Viel Lärm um nichts”. Die Einnahmen blieben in diesem Jahr bei einer Besucherzahl um 20.000 weit unter den Erwartungen. Der bereits Ende der fünfziger Jahre festzustellende Besucherrückgang setzte sich in den Folgejahren dramatisch fort.

Szene aus „Der Hauptmann von Köpenick. Hier mit Ernst Schwarze und Fritz Arning.

 

Obwohl „Der Zauberer Gottes“ im Jahr 1964 als eines der herausragenden Ereignisse der Nettelstedter Laienspiele bezeichnet wird, gingen die Besucherzahlen weiter auf ca. 14.000 zurück. Eine Besucherin schrieb an die Tochter des Dichters Paul Fechter: „Der Mann (Willi Arning) war einfach Pogorzelski. In äußerer Erscheinung, Gebärde und Tonfall wirklich ausgezeichnet. Er verfügt sogar über die erforderliche Ausstrahlung und gewann ganz einfach alle für sich. Aber die anderen waren eben auch alle gut. … Das Mädchen Wuta (Martha Budde) war sehr befähigt und spielte mit großer Sicherheit. Sie hatte eine Geschmeidigkeit der Bewegungen, die an ein Waldtier erinnerte“.

Im Oktober 1964 fand die 10. Jahrestagung des Verbandes der Freilichtbühnen in Nettelstedt statt. Dort wurde festgestellt, dass das Märchentheater deutlich an Raum gewonnen hatte. Dieser Tendenz wollte man mehr Aufmerksamkeit schenken.

1965 entschied man sich mit der Inszenierung des Stückes “Im weißen Rössl” wieder für leichte Unterhaltung. Die Rößl-Wirtin Martha Budde bewies in diesem Stück, dass sie auch die leichte Muse beherrschte. Rektor Hans Zachariat übernahm in diesem Jahr das Amt des Geschäftsführers von Wilhelm Fabry, der sechzehn Jahre lang dieses Amt bekleidet hatte.

Szene aus „Im weißen Rössl“. Hier mit Gerda Bollmann und Martha Budde.