Chronik


Im Jahr 1997 gab es dann die Freilichtbühnenuraufführung des Stückes “Eine Woche voller Samstage” von Paul Maar in der Regie von Dr. Michael Mandel. Dieses Stück erwies sich als echter Publikumsrenner und brachte ca. 15.000 Zuschauer. Ebenso erfreulich war aber auch das Zuschauerergebnis des Abendstückes „Zehn kleine Negerlein“ von Agatha Christie. Insbesondere der Krimi wurde als äußerst gelungenes Experiment gefeiert. Mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von 563 pro Aufführung lag die Spielgemeinde auf Rang acht aller Verbands-Freilichtbühnen der Region Nord. Mit dem Winterstück “Love Jogging”, das erstmals an zwei Tagen hintereinander gespielt wurde, konnte wieder ein recht ordentlicher Saisonstart hingelegt werden. Im Jahr 1997 wurde weiter investiert: Das alte Fachwerkhaus auf der Bühne bekam ein neues Gesicht und wurde vollständig renoviert. Zum 1. Oktober 1997 wurde die Freilichtbühne Spielgemeinde Nettelstedt Service GmbH gegründet. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb wurde fortan von dieser Firma übernommen.

Szene aus „Zehn kleine Negerlein“. Hier mit Andreas Hucke, Angela Hovemeyer und Helmut Öwermann.

 

Das Jahr 1998 begann wieder mit einem Novum. Das bereits traditionelle Wintertheater fand erstmals nicht mehr in der Turnhalle an der Nettelstedter Schule statt, sondern mit maximal neunzig Besuchern als sogenanntes Zimmertheater im Spielerheim der Freilichtbühne. Eine ganz kleine Besetzung spielte die Boulevardkomödie “Halbe Wahrheiten” an zwei Wochenenden in sechs Vorstellungen mit großem Erfolg. Im Sommer standen die Stücke “Der Zauberer von Oz” (Regie Helga Wahrlich) und die Kriminalkomödie “Arsen und Spitzenhäubchen” (Regie Dr. Michael Mandel) auf dem Programm. Ein relativ verregneter Sommer führte dazu, dass insgesamt in diesem Spielsommer “nur” etwas über 10.000 Besucher kamen.

Szene aus „Arsen und Spitzenhäubchen“ 1998. Hier mit Ute Theobald, Markus Kracht und Gerda Bollmann.

 

Das Spieljahr 1999 begann wieder mit der Winteraufführung im Spielerheim. Nach den guten Zimmertheatererfahrungen im Vorjahr wurde im Spielerheim mit Hilfe von Styroporblöcken ein ansteigender Zuschauerraum gebaut. Nunmehr hatten 84 Besucher Platz. Gespielt wurde die Komödie “Genug ist nicht genug”. Die sechs angebotenen Vorstellungen waren fast alle ausverkauft. Ein guter Sommer führte zu einem sehr guten Zuschauerergebnis. Es wurde von Edgar Wallace “Der Hexer” und von Astrid Lindgren “Michel aus Lönneberga” gespielt. Bereits Anfang Juli konnte der 10.000ste Besucher begrüßt werden. Bernd Hagemeier trat die Nachfolge von Jörg Röding als Vorsitzender des Vorstandbereichs Geschäftsführung der Freilichtbühne Nettelstedt an.

Die Saison 2000 begann für die Freilichtbühne sehr erfolgreich mit dem Winterstück “Messediener” das erneut an zwei Wochenenden im Spielerheim aufgeführt wurde. Im Sommer wurde mit dem “Dschungelbuch” ein Kinderklassiker wiederholt und erneut mit gutem Erfolg aufgeführt, das Abendstück “Cocktail für eine Leiche” konnte an diesen Erfolg nicht anknüpfen, dennoch verlief die Saison insgesamt zufriedenstellend.

Szene aus dem „Dschungelbuch“. Hier mit Dorothea Voßmerbäumer als Balu und Hans Arning als King Louis.