Chronik


Das Jahr 1994 brachte im Sommer “Die kleine Hexe” mit Charlotte Hovemeyer, Maren Röthemeier und Stephanie Vogt als kleine Hexe und Ute Theobald als Oberhexe und das bereits im Winter gespielte Stück “Pension Schöller” zur Aufführung. Insbesondere “Die kleine Hexe” bleibt vielen Beteiligten insofern in Erinnerung, als geplant war, dieses Stück auch wieder von einem Profi inszenieren zu lassen. Die ersten Proben hatten jedoch gezeigt, dass eine Zusammenarbeit nicht möglich war und es zu einer kurzfristigen Trennung kam. Die Regie des Stückes wurde dann kurzfristig in einer Gemeinschaftsarbeit übernommen. Mit viel Pyrotechnikeinsatz ging dann eine farbenfrohe Aufführung über die Bühne. Testweise wurde das Stück “Pension Schöller” auch an drei Abenden in der Woche angeboten, was jedoch zu keinem Erfolg führte. Der Spielsommer 1994 konnte an das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht ganz anknüpfen.

Im Herbst des Jahres wurde das baufällig gewordene “Tell”-Haus abgerissen und im nächsten Frühjahr durch einen modernen Neubau ersetzt, der fortan als Bühnenwerkstatt genutzt werden konnte. Im Keller der neuen Toilettenanlage wurde in Eigenleistung ein Technikraum zur Lagerung und Wartung der technischen Anlagen eingerichtet.

1995 wurde das Busch-Stück “Max und Moritz” in der Regie von Andreas Müller aufgeführt. Samstagabends wurde die Goldoni-Komödie “Der Diener zweier Herren” in der Regie von Karlheinz Komm gespielt. Mit über 16.000 Besuchern wurde das Top-Ergebnis des Jahres 1993 übertroffen. Insbesondere hat der Erfolg des Abendstückes “Der Diener zweier Herren” um den Hauptdarsteller Volker Kracht (im Wechsel mit Thomas Kracht) als Truffaldino mit einem Zuschauerschnitt von 280 mehr als überrascht. Karlheinz Komm hatte dieses Stück als Theater-im-Theater-Stück inszeniert. Eine weitere Neuerung wurde 1995 für die Besucher eingeführt. Vor dem Hintergrund von über 8.000 Voranmeldungen im Jahr 1994 wurde ein elektronisches Platzreservierungssystem angeschafft. Neben der Nummerierung der Bänke im Zuschauerraum mussten auch feste Geschäftsstellenzeiten eingerichtet werden. Des weiteren wurde der hintere Bühnenbereich um das Haupttor völlig neu gestaltet. Das Sportcamp des Verbandes der Freilichtbühnen fand in Nettelstedt statt. Als Winterstück wurde die Boulevardkömodie “Die Balkonszene” in der Nettelstedter Turnhalle aufgeführt. Im Herbst des Jahres nahm eine sehr junge Spielergarde am Wettbewerb zum Kreiskulturpreis mit dem Sketch “Würmer, nichts als Würmer” teil und kam auch prompt in die Endausscheidung unter die ersten vier.

“Aladin und die Wunderlampe” in der Regie von Karlheinz Komm, der in einigen Vorstellungen auch den bösen Zauberer spielte, mit den Hauptdarstellern Marcus Kracht und Thomas Westerhold und “Die Deutschen Kleinstädter” in der Regie des damals 37-jährigen Augsburgers Peter Cahn waren die Sommerstücke des Jahres 1996. Obwohl beide Stücke recht gut mit einem nicht unerheblichen Kostüm- und Perückenaufwand auf die Bühne gebracht worden waren, was auch die Kritik bestätigte, blieb die Besucherzahl deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Stück “Die Deutschen Kleinstädter” wurde sogar jedesmal mit einem Feuerwerk beendet. Weitere Investitionen in die Bühnenanlage fanden statt: Mehrere Treppen und Mauern wurden erneuert und eine Spalieranpflanzung zum Turm wurde vorgenommen. Erwähnenswert war außerdem der 1. Platz der Jugendgruppe beim Jugendcamp des Verbandes der Freilichtbühnen mit dem Wettbewerbsbeitrag “Schweine im Weltall”. Im Wintertheater wurde die Boulevardkomödie “Liebe auf den ersten Bruch” gespielt.