Chronik


Das Spieljahr 1990 brachte “Die Bremer Stadtmusikanten”, Regie Christoph Gareißen, und “Der Tag, an dem der Papst gekidnappt” wurde, Regie Matthias Komm, auf die Bühne. Als Neujahrsaufführung wurde “Liebling, ich bin da” in der Regie von Jörg Röding gespielt. Die Jugendgruppe nahm am Kreis-Kulturpreis teil und führte das Stück “Dunkelrote Rosen” auf. In diesem Jahr wurde auch die inzwischen stark renovierungsbedürftige Überdachungsanlage abgerissen und durch eine neue, moderne Leimbinderkonstruktion ersetzt.

Die Zuschauerplätze erhalten 1990 ein neues Dach.

 

Das Erfolgsstück “Michel aus Lönneberga” (Regie Wolfgang Hovemeyer) wurde im Jahr 1991 wiederholt und konnte an den Erfolg des Jahres 1986 anknüpfen. Als Abendaufführung wurde das eigens für die Freilichtbühne geschriebene Stück “Don Camillo und Peppone und die jungen Leute von heute” in der Bearbeitung und Regie von Rolf Wilken gespielt. Nach der Abendpremiere schrieb die Presse: In ihrer angeborenen Spiellaune gebremst – Chance verschenkt – Don Camillo als Redestück in Nettelstedt. Unmittelbar nach der Premiere wurden dem Stück durch Nachbearbeitung einige Längen genommen. Im Wintertheater machte man einen echten Glücksgriff. Für viele unvergessen bleibt das Stück “Zum Teufel mit dem Sex”.

Im Jahr 1992 wurde das Stück “Das Dschungelbuch” als Familienaufführung und “Die vergnügte Tankstelle” als Abendaufführung gespielt. “Die vergnügte Tankstelle” war bereits als Winteraufführung in der Nettelstedter Turnhalle zur Aufführung gekommen. “Das Dschungelbuch”, zu dem ein erheblicher Kostümaufwand betrieben werden musste, wurde testweise auch an sechs Samstagabenden gespielt. Die Erwartungen hieran konnten jedoch nicht erfüllt werden. Im Vorfeld zu der Dschungelbuch-Aufführung waren bereits 4.000 Karten im Vorverkauf verkauft worden, so dass das Jahr 1992 ein sehr erfolgreicher und sehr heißer Spielsommer wurde. Die Dschungelbuch-Regie führte der damals 34-jährige Andreas Müller. In diesem Jahr wurde die Vorbühne mittels Holzpalisaden um 40 cm angehoben. Außerdem war eine neue Lautsprecheranlage angeschafft worden. Das Jahr 1992 brachte eine weitere einschneidende Änderung im Vereinsleben. Von der Generalversammlung wurde eine völlig neue Satzung verabschiedet mit der ab sofort eindeutig geregelte Vorstandsaufgaben mit Budgetverantwortung vergeben wurden. Außerdem sollte es nicht mehr “den” ersten Vorsitzenden geben, sondern drei gleichberechtigte Vorsitzende. Nach 20-jähriger sehr engagierter Tätigkeit als 1. Vorsitzender gab Helmut Öwermann Senior sein Amt ab. Ebenfalls trat der langjährige Werbeleiter des Vereins Fritz Duffert von seinem Amt zurück.

Im Frühjahr des Jahres 1993 fand eine kleine Festveranstaltung im Spielerheim anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Vereins statt. Gleichzeitig wurde die neu errichtete Toilettenanlage am Bühnenvorplatz eingeweiht. Das Spieljahr 1993 war mit fast 15.500 Besuchern überaus erfolgreich. In diesem Jahr wurde erstmals die neu angeschaffte und von allen Beteiligten sehr kritisch beäugte Sprachübertragungsanlage eingesetzt. Nach elf Jahren Vorstandsarbeit schied der Vorsitzende des Bereiches Organisation Dieter Kottkamp auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, Bernd Hagemeyer übernahm seine Funktion. Der Ausflug der Spielgemeinde fand am 18. September in den Freizeitpark Fort Fun im Sauerland statt.