Chronik


“Kalle Blomquist”, “Piroschka” und “Mensch sein muß der Mensch” (Wintertheater) waren die Stücke des Jahres 1985. In diesem Jahr wurde auf dem Spielerheim ein Spitzdach errichtet, um für die Zukunft die Kostüm- und Schminkräume dort unterzubringen. Im Alter von fast 80 Jahren verstarb der langjährige Spielleiter Dr. Hermann Schultze. Die Premiere des Stückes “Piroschka”, zu der Minister Dr. Rolf Krumsiek die Eröffnungsansprache hielt, war völlig verregnet. Im Herbst des Jahres 1985 fand das Jugendcamp des Verbandes der Freilichtbühnen in Nettelstedt statt.

1986 wurde “Michel aus Lönneberga” als Freilichtbühnen-Uraufführung mit Axel Hucke und Sven Rosenthal in einer Doppelbesetzung des Michel und das Schultze Stück “Till Eulenspiegel” mit Wolfgang Hovemeyer als Till gespielt. Willi Arning führte in diesem Jahr beim Till das letzte Mal Regie. Die Presse schrieb nach der Premiere des Michel: “Mit Uraufführung Mut bewiesen – Glänzender Auftakt in Nettelstedt”. Bei der Premiere des Michel erlitt Dorothea Voßmerbäumer beim Sprung von einer Mauer einen Bänderriss, so dass die Rolle neu einstudiert werden musste. Annemarie Kipp sprang ein und probte die Rolle innerhalb von einer Woche. Im Winter führte man statt einer Theateraufführung einen bunten Abend unter dem Motto “Für jeden etwas: Tanz, Spiel und Gesang” durch.

Im Jahr 1987 wurde “Tom Sawyers Abenteuer” und durchaus als Experiment “Das kleine Teehaus” gespielt. Nach der Premiere des Teehaus schrieb die Presse: Vom Laien- zum Amateurtheater. Regisseur Karlheinz Komm, der erstmals in Nettelstedt inszenierte, führte die Darsteller zu Höchstleistungen. Im Wintertheater brachte man “Die verrückte Kaserne” in der Turnhalle an der Nettelstedter Schule und später dann auch in der Lübbecker Stadthalle zur Aufführung.

1988 wurde “Stokkerlok und Millipilli” Sonntagnachmittags mit mäßigem Erfolg wiederholt. In der Abendaufführung gab es den von Karlheinz Komm in Szene gesetzten “Florentinerhut”. Im Wintertheater wurde das Stück „Der Etappenhase“ gespielt.

Im Sommer des Jahres 1989 wurde “Das Wirtshaus im Spessart” und “Schneewittchen” und als Winteraufführung “Mit Küchenbenutzung” gespielt. “Das Wirtshaus im Spessart” wurde von Jan Hütterott in Szene gesetzt. Hütterott musste zunächst auch die Rolle des Räuberhauptmannes übernehmen, nachdem der vorgesehene Darsteller Thomas Kracht, durch einen Unfall einige Zeit ausfiel. Ab dem 24. Juli des Jahres konnte Thomas Kracht wieder übernehmen. “Schneewittchen” wurde wieder von Karlheinz Komm inszeniert.