Chronik


1979 griff man wieder auf ein Stück zurück, das bereits auf dem Hünen-brink gespielt wurde: Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Nachmittags kam das Grimmsche Märchen „König Drosselbart“ zur Aufführung. Zusätzlich wurde das Stück des Vorjahres „Das Gespenst von Canterville“ aufgeführt. Es wurde auch wieder gebaut. Der Eingangsbereich wurde völlig neu gestaltet. Aus den drei alten Treppen zum Zuschauerraum wurde eine völlig neue Hauptaufgangstreppe. Ein Verkaufspavillon neben der Treppenanlage ersetzte die „Verkaufsbuden” unterhalb des Spielerheimes und die Kasse wurde vom Parkplatz ebenfalls auf den gepflasterten Bühnenvorplatz verlegt. Mit
dieser Baumaßnahme veränderte sich das Bild des Bühnenvorplatzes vollständig. Ein für viele Aktive unvergessenes Ereignis im Jahr 1979 war der Besuch der Bundesgartenschau in Bonn und die Aufführung des Stückes “Die westfälische Bauernhochzeit”.

1979 wurde der Eingangsbereich erneuert.

 

Der Spielsommer 1980 brachte mit dem Stück “Das weiße Rössl” ebenfalls eine Wiederholung. Martha Budde als Rößl-Wirtin und Thomas Voßmerbäumer als Zahlkellner spielten die Hauptrollen. Nachmittags spielte man Erich Kästners “Emil und die Detektive”. In “Emil und die Detektive” war echte Polizei mit verkehrserzieherischen Elementen im Einsatz. Dieses Experiment weckte die wissenschaftliche Neugier der Fachgruppe für Verkehrserziehung an der Gesamthochschule Essen, die sich ausführlich über den Verlauf der Aufführungen informierte. Im Winter des Jahres 1980 spielte ein Ensemble das Stück “Boeing, Boeing” als Gastspiel in der Stadthalle Lübbecke und in Preußisch Oldendorf.

1981 spielte man das Lustspiel “Das Wappentier von Eberswalde”, welches als Siegerstück aus einem Wettbewerb des Verbandes der Deutschen Freilichtbühnen hervorgegangen war. Für das echte Ebergrunzen, das in diesem Stück erforderlich war, hielten sich Helmut Öwermann sen., der auch die Hauptrolle des Bürgermeisters von Eberswalde spielte, und Jörg Röding eine Stunde im Schweinestall des Nettelstedter Hofes Schöphörster-Arning auf, um die gewünschten Laute auf Band zu bekommen. Höhepunkt dieses Stückes war der Einsatz der Nettelstedter Freiwilligen Feuerwehr, die mit dem eigens für diese Vorstellung umgebauten alten Nettelstedter Feuerwehrwagen, einem Opel Blitz, auf die Bühne fuhren und “das Schwein aus dem Gebüsch spritzten”. Für die Nachmittagsaufführung wählte man das Lindgren-Stück “Rasmus und der Landstreicher”. Eine Sondervorstellung fand anlässlich der Einweihung der Fußgängerzone in der Stadt Lage statt. In diesem Jahr wurde die dringend notwendige Renovierung des Jugendheimes durchgeführt.