Chronik


Erstmals in diesem Jahr konnte Dr. Hermann Schultze, bedingt durch einen Unfall, nicht die Regie dieser beiden Stücke übernehmen. Zwei langjährig erfahrene Schauspieler sprangen in die Bresche: Willi Arning führte beim Abendstück Regie und Wolfgang Hovemeyer beim Kinderstück.

Im Jahr 1976 musste die Spielgemeinde einen herben Rückschlag erleiden, indem nämlich fast die gesamte Kulisse der Bühne Stürmen zum Opfer gefallen war und eine neue Kulisse gebaut werden musste. Im gleichen Jahr gaben der langjährige Schatzmeister des Vereins Karl Grote und der Geschäftsführer Hans Zachariat ihre Ämter ab. In diesem Jahr wurden auch der über lange Jahre erfolgreiche grüne Faltprospekt und das grüne Plakat entworfen.

In der Abendspielzeit 1977 kam der Volksstückklassiker “Der Maulkorb” zur Aufführung. In einer zweifelsohne guten Inszenierung spielte Helmut Grote die Hauptrolle des Staatsanwaltes. Sonntagnachmittags wurde Forsters Erfolgsstück “Robinson soll nicht sterben” gespielt. Während der Samstagabendspielzeit wurden zwei Samstage für Heimatabende freigehalten. An einem dieser Heimatabende wurde Martin Simons Stück “Da däotschotene Hoahn” aufgeführt. Von diesem Stück wird berichtet, dass dem eine wahre Nettelstedter Begebenheit zugrunde liegt.

Auch im Jahr 1977 wurde wieder gebaut. Ein altes Fachwerkhaus, das ursprünglich hinter den Bühnenkulissen stand, wurde abgebaut und ungefähr zehn Meter weiter vorne wieder aufgebaut, so dass es nun bühnenzentral stand und als Kulisse genutzt werden konnte. Dieses Haus steht heute noch an gleicher Stelle, wenn auch nicht mehr als Fachwerkhaus.

Im 55. Freilichtbühnenjahr wurde 1978 “Kleider machen Leute” gespielt. In diesem Stück wurde der Schneider Wenzel Strapinsky, gespielt von Wolfgang Hovemeyer, in einer Kutsche und einem Pony der Freiwilligen Feuerwehr Eilhausen über die Bühne gezogen. Ergänzt wurde die Saison durch das Kinderstück „Das Gespenst von Canterville“ in dem auch Wolfgang Hovemeyer die Hauptrolle spielte. Die Premiere des Gespenstes fiel wegen zu schwachen Besuches aus und musste eine Woche später wiederholt werden. Den Grund für den schwachen Besuch sah man im Fußballweltmeisterschaftsspiel Deutschland gegen Tunesien.