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Kesse Biene sorgt für Wirbel - Von Christiane Tietjen "Neue Westfälische" |
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Vielversprechende Saisonpremiere auf dem Hünenbrink vor rund 600 Zuschauern |
Lübbecke-Nettelstedt. "Das Spiel beginne!" Mit diesen
Worten eröffnete der Vorsitzende der Spielgemeinde Freilichtbühne Nettelstedt,
Bernd Hagemeier, am Pfingstsonntag die diesjährige Spielzeit. Er dankte zunächst
allen Spendern und Sponsoren und nicht zuletzt dem DRK für seinen Einsatz bei
jeder Vorstellung, und gab dann das Wort an Ortsvorsteher Hartmut Ende, der mit
wenigen Sätzen auf die inhaltlich wichtige Aussage des Premierestücks "Die Biene
Maja" von Waldemar Bonsels einging.
FOTOS: HANS-GÜNTHER MEYER
"Die Biene Maja ist ein freiheitsliebendes und lebenslustiges Geschöpf, das
keine Lust hat, als Arbeitsbiene zu verkümmern. Tätige Liebe und versöhnende
Toleranz sind ihre stärksten Gaben", so Ende .
Die Erwartungen der rund 600 Kinder und Eltern waren hoch,
und sie wurden nicht enttäuscht. Hinreißend anzusehen schon vor Beginn des
Spiels das Bühnenbild (Karen Degenhard, Martin Jäger-Degenhard, Alexander
Härtel).
Mohn, Glockenblumen, Margeriten, Klee, Löwenzahn und
Butterblumen in Übergröße aus bemaltem Sperrholz blühen lebensecht im
Sonnenschein. Ameisenhaufen, Spinnennetz und aufs ockerfarbene Haus gemalte
Bienenkörbe lassen den Zuschauer gewissermaßen in den Mikrokosmos der Natur
einsteigen.
Musik erklingt, während das Bienenvolk mit einem
wabenförmigen Wagen auf die Bühne kommt. Ein kleiner Bienenjunge (Maximilian
Falk Moritz) singt den Titelsong von Karel Gott, etwas abgewandelt: ". . und
diese kleine Biene, die ich meine, die heißt Willi".
Willi tanzt ein wenig aus der Reihe. Gar nicht gern folgt
er den strengen Anweisungen der Erzieherin Kassandra (Andrea Steege). Seine
Neugier und sein ewig lautstark knurrender Magen treiben ihn sogar ins Publikum,
wo er sich von den Kindern etwas "Lokoschade" ergattert.
Mit dem ersten Augenaufschlag erobert die kesse Biene die
Herzen der Zuschauer, die flotte Musik (Frank Suchland, Oliver Hartmann) und die
perfekte und doch kindgemäße Choreografie (Tanzschule Patsy Hull) tun ein
Übriges.
Willis Auftrag, als etwas ältere und – ganz wichtig –
klügere Biene, auf Maja aufzupassen, ist gar nicht so leicht umzusetzen, denn
Maja ist quirlig und abenteuerlustig und ungeheuer naiv. Und so haben die beiden
viele, gar nicht ungefährliche Begegnungen, bei denen sie aber am Ende mit Mut,
Witz und Verständnis erfolgreich sind.
Aber wie heißt es so treffend in den Songs? "Jedes Wesen
auf der Welt ist schön – doch am schönsten ist ein liebevolles Herz" und
"Niemals bist du ganz allein, wenn du gute Freunde hast".
Der Freilichtbühne Nettelstedt ist mit "Biene Maja" unter
der bewährten Regie von Hinnerk Walbohm aus Schleswig eine in jeder Hinsicht
bezaubernde Aufführung gelungen, die bis Ende August an jedem Sonntag um 16 Uhr
auf dem Hünenbrink zu sehen sein wird.
Für Erwachsene wird vom 20. Juni bis 29. August um 20.30
Uhr die turbulente Kriminalkomödie "Arsen und Spitzenhäubchen" gezeigt.
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