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Maja und Willi treffen auch Mistkäfer Kurt -
Mindener Tageblatt vom 04. Juni 09 |
- Freilichtbühne Nettelstedt zeigt als Familienstück "Die Biene Maja" / Regie
führt wieder Hinnerk Walbohm
von Sigrid Möller
Lübbecke-Nettelstedt (smö).
- Eine gelungene Premiere feierte die Freilichtbühne
Nettelstedt mit ihrem Familienstück "Die Biene Maja", das unter der Regie von
Hinnerk Walbohm auf die Bühne gebracht wurde.

Biene Maja und Freund Willi summen in diesem Jahr auf der Freilichtbühne
Nettelstedt herum und treffen dabei auch auf Mistkäfer Kurt. | Foto: Sigrid
Möller
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Etwa sieben Wochen probten rund 60 Kinder, Jugendliche und
Erwachsene, um das Theaterstück nach Waldemar Bonsels in dieser Spielserie
aufzuführen. So konnte Vorstandssprecher Bernd Hagemeier neben dem Nettelstedter
Ortsvorsteher Hartmut Ende rund 600 Zuschauer und Zuschauerinnen begrüßen, die
sich die gelungene Premiere bei herrlichem Sonnenwetter auf der Freilichtbühne
im Nettelstedter Berg nicht entgehen lassen wollten. "Der Bildschirm kann nie
den unmittelbaren Eindruck eines Schauspiels ersetzen, das ist der Zauber des
Theaters", zollte er den kleinen und großen Darstellern Respekt, die aufgeregt
auf ihren Einsatz warteten.
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Die bekannte Geschichte erzählt von der neugierigen und
wissensdurstigen Arbeitsbiene Maja, die lieber erst die Welt erkunden und dann
die Regeln des Bienenvolks um Lehrerin Frau Kassandra lernen möchte.
So macht sie sich mit dem immer hungrigen Bienenjungen
Willi, der ihr treu ergeben ist, auf den Weg, und gemeinsam erleben sie so
manches Abenteuer, letztendlich retten sie das Bienenvolk sogar vor einem
Hornissenangriff.
Sie lernen die Stubenfliege Puck kennen, die sagt, dass
die Menschen dumm seien und Sonnenbrillen auf dem Kopf cool fänden. Ebenso
kreuzen sie den Weg von Brummer Hans-Christoph und Libelle Schnuck, die ein Lied
über Liebe und Freundschaft mit ihnen singt, denn "Schönheit macht einsam", sagt
die Libelle. "Dick kann hübsch sein" - dieser Meinung ist Mistkäfer Kurt, und zu
einem Gelbstreifengrashüpfer wird Biene Maja beim Grashüpfer Flip, für den das
Leben ein Abenteuer ist.
Lampenfieber legt sich schnell
Bei Tausendfüßler Hieronymus lernt Maja, dass jedes Wesen
auf der Welt schön sein kann und ein liebevolles Herz nicht gleich sichtbar sein
muss.
Voller Spaß und sich schnell legendem Lampenfieber
agierten die kleinen und großen Darsteller auf der fantasievoll und künstlerisch
anspruchsvoll gestalteten Bühne, und der Funke sprang schnell auf das
begeisterte Publikum über. Mit ihrem souveränen Auftreten, witzigen Dialogen und
gekonnten Gesang- und Tanzeinlagen eroberten Raja Moritz als "Maja" und
Maximilian Falk Moritz als "Willi" schnell die Herzen des Publikums, das oftmals
schmunzeln musste und mit Applaus nicht sparte.
Des Weiteren wirkten als Hauptakteure bei der Premiere
Andrea Steege (Frau Kassandra), Lea Fiestelmann (Libelle Schnuck), Sophia
Schnute (Grille Iffi), Kilian Kottkamp (Grashüpfer Flip), Tabea Öwermann
((Blumenelf), Martha Budde (Bienenkönigin), David Grothe (Stubenfliege Puck),
Manfred Möhlmann (Mistkäfer Kurt), Maren Kracht (Nachtfalter), Wolfgang
Hovemeyer (Hornisse Horatius), Simon Kracht (Hornisse Brutus), Ilona Härtel
(Brummer Hans-Christoph), Melanie Fründ (Spinne Thekla) und Niklas Öwermann
(Tausendfüßler Hieronymus) sowie zahlreiche weitere Schauspieler als
Glühwürmchen, Bienen, Hornissen und Ameisen mit.
Ohne Helferschar läuft gar nichts
Die Tanzschule Patsy Hull ist für die Choreografie
zuständig. Das Bühnenbild entstand dank Karen Degenhardt, Martin
Jäger-Degenhardt und Alexander Härtel, für die Kostüme sind Dorothea
Voßmerbäumer und Irma Westerfeld samt Team zuständig.
In der Maske arbeiten Bernd Hagemeier, Ramona Schütte und
Julia Röding, während Carmen Böcher für die Requisiten sorgt. Markus Urban und
Tobias Wehmann samt Team kümmern sich um die Technik.
Für die Musik sind Oliver Hartmann und Frank Suchland, der
als Geburtstagskind am Premierensonntag mit einem Überraschungsständchen erfreut
wurde, verantwortlich.
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